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Wie Sie falsche Hunde erkennen – Lektion 1: Narzissmus

Thema heute: Narzissmus.

Narzissmus ist ganz übel. Narzissten sind Dackel (i.A. Teppichporsche), die ihr geringes Selbstwertgefühl durch eine übertriebene Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und dem großen Wunsch nach Bewunderung kompensieren. Stell dir vor, du bist ein Teppichporsche, würdest aber gerne als Wolf wahrgenommen werden. Traurige Situation, nicht wahr?

Das Nervige an Narzissten ist, dass sie sich aufführen wie Möchtegern-Wölfe.  Der Teppichporsche buhlt um die Gunst anderer Wölfe (auch als Arschkriechen bekannt). Dies macht er auf Kosten derer, die er in der Nahrungskette gerne unter sich sehen würde. Diesen pathologisch relevanten Wesenszug bezeichnet man als hinterfotzig.

Doch woran erkennt man den narzisstischen Teppichporsche? An seiner Eitelkeit. Wenn ein narzisstischer Teppichporsche in den Spiegel guckt, will er einen Ferrari sehen. Deswegen legt er großen Wert auf seine äußere Erscheinung. Weil unter der Haube nur ein Zweitaktmotor schlummert, versucht er es mit Anbauteilen: Einem schicken Anzug, besonders hübschen Schuhen, einer dicken und großen Uhr. Und es gibt durchaus Dackel, die ein Verkleidungstalent haben – Seien sie also vorsichtig, wenn sie einem solchen Dackel begegnen!

Es juckt!

Wat dat juckt! Alter Falter!
Dachte erst an Hämorriden – aber die Tierärztin konnte nichts erkennen.

Mittlerweile juckt es auch meine Mitbewohner. Deswegen habe ich die Tage mal bei einem Kammerjäger angerufen. Nach zwei Stunden und einer Rechnung von 2.000 € haben wir nun die Diagnose: Wir haben Arschkriecher!

Trockennasenaffen

Habe heute ein wenig in einem Tierlexikon geschmökert – eigentlich um herauszufinden, zu welcher Gattung der Stoffbär neben mir gehört. Dabei bin ich auf folgenden Artikel zur Rasse der Manager gestoßen:

Der Manager gehört zur Ordnung der Primaten. Der Manager ist ein angestellter Mitarbeiter und unterscheidet sich als solcher vom Unternehmer. Der Manager ist ein Herdentier. Er zeichnet sich durch Opportunismus, Egozentrik und Charakterlosigkeit aus. Diese Eigenschaften prägt er aus, um primitive Statussymbole innerhalb seiner Herde zu erreichen; hierzu zählen Einzelbüros mit Besprechungstisch, eine Vorzimmerdame oder ein Parkplatz mit Namensschild nah am Eingang (siehe Beitrag zu Pawlow). Der Manager ist ein kleines Tier und überschätzt sich trotz seiner geringen Größe häufig maßlos.

Einige sehr seltene Subjekte der Gattung Manager prägen im Laufe ihrer Entwicklung Eigenschaften wie Selbstreflektion und Empathie aus. Häufig geht damit mittelfristig ein Austritt aus der Herde einher.

PS: Wusstet ihr, dass auch der Homo sapiens zur Unterordnung der Trockennasenaffen gehört?

PPS: Der arme Bär neben mir hat einen Knopf im Ohr.

Puppet Master

Kennt ihr dieses Experiment von Pawlow? Bei dem einem Menschen Belohnungen für seinen Fleiß in Aussicht gestellt werden, mit dem Effekt, dass später die bloße Erwähnung einer Belohnung zu Leuchten in seinen Augen führt?

Das Ganze funktioniert wie folgt: Immer wenn man mit dem Belohnungsglöckchen klingelt, muss der Teilnehmer brav Männchen machen. Im Gegenzug bekommt er ein neues Statussymbol: Mehr Leckerchen, ein Halsband oder einen Parkplatz mit Namensschild oder eine eigene Vorzimmerdame. Wenn man das Spielchen lange genug spielt, reicht irgendwann das bloße in Aussichtstellen einer Belohnung und der Kollege macht ganz von alleine Männchen.

Putzig, nicht wahr? Funktioniert übrigens auch bei Haustieren.