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Von Gelatine und Sülzkoteletts

Kennt ihr Gelatine? Dieses geschmacksneutrale, glitschige, formlose und anpassungsfähige Etwas?

Die arme Gelatine ist total abhängig von ihrer Gussform. Sie wird das, was die Form ihr vorgibt. Nur wenn sie Glück hat, wird sie ein putziges Gummibärchen oder ein Sülzkotelett…. hmmm… Sülzkotelett… lecker…

Sorry, fast vom Thema abgekommen. Die Frage ist doch: Will man die Gussform oder die Gelatine sein?

Wie Sie falsche Hunde erkennen – Lektion 1: Narzissmus

Thema heute: Narzissmus.

Narzissmus ist ganz übel. Narzissten sind Dackel (i.A. Teppichporsche), die ihr geringes Selbstwertgefühl durch eine übertriebene Einschätzung der eigenen Wichtigkeit und dem großen Wunsch nach Bewunderung kompensieren. Stell dir vor, du bist ein Teppichporsche, würdest aber gerne als Wolf wahrgenommen werden. Traurige Situation, nicht wahr?

Das Nervige an Narzissten ist, dass sie sich aufführen wie Möchtegern-Wölfe.  Der Teppichporsche buhlt um die Gunst anderer Wölfe (auch als Arschkriechen bekannt). Dies macht er auf Kosten derer, die er in der Nahrungskette gerne unter sich sehen würde. Diesen pathologisch relevanten Wesenszug bezeichnet man als hinterfotzig.

Doch woran erkennt man den narzisstischen Teppichporsche? An seiner Eitelkeit. Wenn ein narzisstischer Teppichporsche in den Spiegel guckt, will er einen Ferrari sehen. Deswegen legt er großen Wert auf seine äußere Erscheinung. Weil unter der Haube nur ein Zweitaktmotor schlummert, versucht er es mit Anbauteilen: Einem schicken Anzug, besonders hübschen Schuhen, einer dicken und großen Uhr. Und es gibt durchaus Dackel, die ein Verkleidungstalent haben – Seien sie also vorsichtig, wenn sie einem solchen Dackel begegnen!

Gesellschaftliches Engagement

Drei Wege sich als Hund gesellschaftlich zu engagieren:

  1. Nachbarskinder freundschaftlich mit den Zähnen in die Waden zwicken, um sie vom Zertrampeln der mühsam gepflanzten Deko-Blumenbeete abzuhalten.
  2. Joggern im Wald bellend hinterher laufen, um sie zu beschleunigen und so den Trainingseffekt zu erhöhen.
  3. Menschen mit Rollator an Fußgängerampeln anknurren, um sie zum zügigen Überqueren der Straße zu motivieren.

Kollektive paranoide Schizophrenie

Was ist braun, ca. 1,70 m lang und krabbelt auf allen vieren?

Richtig: Ein Typ der sich als Hund verkleidet und so viel Killepitsch intus hat, dass er nicht mehr aufrecht laufen kann.

Mir sind in den letzten Tagen mehrere solcher kuriosen Gestalten vor die Pfoten gefallen. Habe daraufhin besorgt beim Katastrophenschutz angerufen und von einem traurigen Fall kollektiver paranoider Schizophrenie berichtet… aber anstatt, wie ich erwartet hätte, sofort mit der Isolierung der betroffenen Gebiete zu beginnen, wurde mir gesagt, dass ich mich beruhigen und den Karneval genießen soll.

Zum Glück war es eine 0800er Nummer, so dass wenigstens der Anruf kostenlos gewesen ist.

Meine Hood

Irgendso ‘n Heini hat mal gesagt, wenn im Wald ein Hund einem Hund begegnet, dann denkt der sich erst mal: „Aaah, is sicher ’n Hund!“, aber wenn ’n Mensch im Wald ’nem Menschen begegnet, dann denkt der sich „Aaah, is sicher ’n Mörder!“

Wat ‘n Quatsch!

Wenn mir in meiner Hood ein anderer Hund begegnet, denke ich: „Wenn du mir jetzt doof kommst, mach ich dich platt… du Pfeife!“

Wäschetruhe

Wer mich streichelt, mir ein Leckerchen gibt oder mit mir durch den Wald läuft, kommt in die kleine Schublade. Wer mich hingegen wegen meiner geringen Größe nicht ernst nimmt oder versucht mir Kunststücke beizubringen, der kommt in die großvolumige Wäschetruhe.

Mittlerweile ist meine Wäschetruhe voll echt eigenartiger Klamotten. Und ihr kennt das bestimmt: Was einmal in der Wäschetruhe gelandet ist, holt man da meist nicht mehr raus. Der Kram in dieser Tonne beginnt also auch langsam zu muffen.

Was ich mich nun kürzlich gefragt habe: Was, wenn in einem dieser komischen Kleidungsstücke noch ein Leckerchen steckt? Lohnt es sich, dafür noch mal in der Tonne zu wühlen?

Trockennasenaffen

Habe heute ein wenig in einem Tierlexikon geschmökert – eigentlich um herauszufinden, zu welcher Gattung der Stoffbär neben mir gehört. Dabei bin ich auf folgenden Artikel zur Rasse der Manager gestoßen:

Der Manager gehört zur Ordnung der Primaten. Der Manager ist ein angestellter Mitarbeiter und unterscheidet sich als solcher vom Unternehmer. Der Manager ist ein Herdentier. Er zeichnet sich durch Opportunismus, Egozentrik und Charakterlosigkeit aus. Diese Eigenschaften prägt er aus, um primitive Statussymbole innerhalb seiner Herde zu erreichen; hierzu zählen Einzelbüros mit Besprechungstisch, eine Vorzimmerdame oder ein Parkplatz mit Namensschild nah am Eingang (siehe Beitrag zu Pawlow). Der Manager ist ein kleines Tier und überschätzt sich trotz seiner geringen Größe häufig maßlos.

Einige sehr seltene Subjekte der Gattung Manager prägen im Laufe ihrer Entwicklung Eigenschaften wie Selbstreflektion und Empathie aus. Häufig geht damit mittelfristig ein Austritt aus der Herde einher.

PS: Wusstet ihr, dass auch der Homo sapiens zur Unterordnung der Trockennasenaffen gehört?

PPS: Der arme Bär neben mir hat einen Knopf im Ohr.